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Women in Motorsport: Vivien Keszthelyi

Women in Motorsport: Vivien Keszthelyi

Im Alter von 17 hat sie sich bereits einen echten Namen gemacht. Vivien Keszthelyi. Die Ungarin ist nicht nur Teil der Audi Sport Racing Academy, sondern auch ihr jüngstes Mitglied. Neben ihrer Zielstrebigkeit engagiert sie sich auch für gemeinnützige Organisationen. Vivien unterstützt beispielsweise UNICEF und die Smile Foundation.

Heute könnt ihr lesen, wann sie ihre Liebe zum Motorsport gefunden hat und welches Ziel sie vor Augen hat.

Wann hat deine Rennkarriere begonnen? 

2013 hatte mein Vater ein Rennteam. Ich fragte ihn, ob er mich zum Red Bull Ring in der Nähe von Graz, Österreich, bringen könnte. Dort sah ich mir den ganzen Tag lang Rennen an und habe mich in den Sport verliebt. An diesem Tag war es für mich beschlossene Sache: Ich wollte Teil dieser Welt sein.

Was findest du am Fahren von PS starken Autos am spannendsten?

Es ist meine erste Saison in einem Rennfahrzeug mit Hinterradantrieb. Daran musste ich mich erst gewöhnen, da dies zu sensibleren Interaktionen führt. Aber ich muss sagen, dass ich jedes Rennen des Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cups sehr genieße.

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Du bist Teil der Audi Sport Racing Academy. Wie viel bedeutet dir das und wie bist du zur Akademie gekommen? 

Als ich 15 Jahre alt war, kontaktierte mich Audi, als sie beschlossen, eine Akademie zu gründen. Ich fuhr nach Deutschland für einen Test und hatte ein gutes Gefühl an diesem Wochenende. Audi hat mich als eine der drei Teilnehmer für das Projekt ausgewählt. Diese Entscheidung war definitiv ein Highlight meiner Karriere. Ich bin dem Team der Audi Sport Racing Academy sehr dankbar. Seitdem habe ich zwei Ungarische Championship Titel erzielt und hatte die Möglichkeit einiges von großartigen Fahrern zu lernen und konnte meine Performance steigern.

Wie sieht der Alltag einer professionellen Fahrerin aus? 

Das ist schwer zu sagen, da jeder Tag ein wenig anders ist. Eine große Rolle spielen das mentale und physische Training, Interviews und natürlich das Teilnehmen an Events. Zudem trainiere ich auf meinem Simulator oder auf der Rennstrecke, um meine Leistung kontinuierlich zu steigern.

VivienKeszthelyiAlienwareSimulator

Wie bereitest du dich auf ein Rennen vor? 

Ich analysiere die Strecke auf meinem Laptop und spreche viel mit meinem Team, damit ich weiß, auf welche Abschnitte ich im Speziellen achten muss. Ich trainiere außerdem auf meinem Simulator, was mir dabei hilft, das Layout im Kopf zu haben. Um physisch fit zu sein, trainiere ich fünf mal pro Woche mit einem Personal Trainer.

Was ist für eine Frau im Motorsport am wichtigsten? 

Ich denke, dass es wichtig ist, das Auto zu kennen. Wenn man Vertrauen in das Fahrzeug hat und immer weiter an sich arbeitet, kann man seine Ziele erreichen.

2017 hast du am Audi TT Cup teilgenommen, seit 2018 nun am Audi Sport R8 LMS Cup. Gibt es eine andere Serie, an der du in der Zukunft teilnehmen möchtest? 

Ich würde gerne in der Grand Touring Kategorie bleiben. Ich bin mir bereits sicher, dass ich dem Hinterantrieb treu bleiben werde, mehr kann ich dazu allerdings noch nicht sagen.

VivienKeszthelyiAutosportAudiR8LMSCupHungaroring201821

Vivien, du hast eine große Social Media Fan Base. Bist du der Meinung, dass dir dies beim Finden von Sponsoren hilft oder sogar deinem Traum Rennfahrerin zu sein? 

Mir war es immer wichtig, mein Bestes zu geben. Ich denke, dass das meine Fans und Sponsoren auch erkennen. Ich freue mich natürlich sehr über jede Unterstützung – egal ob auf der Rennstrecke oder durch Nachrichten auf Social Media. Es gibt mir Energie und weiteren Ehrgeiz, schließlich will ich meine Fans begeistern. Ich habe immer hart gearbeitet und das ist der Grund dafür, dass ich meine Arbeit machen kann.


Was ist dein Ziel im Motorsport? 

Ich würde wahnsinnig gerne in der DTM fahren. Meiner Meinung nach ist sie die größte Bühne für Touring Fahrer, um ihr Talent zu zeigen. Natürlich wird das noch ein langer Weg sein, aber ich werde alles dafür tun, um mir diesen Traum zu erfüllen.

 

Wer ist dein Vorbild? 

Ich habe immer zu Michael Schumacher aufgesehen. Er hatte einige Unfälle, ist aber immer wieder aufgestanden und hat nicht aufgegeben. Er legte keinen Wert auf seine Kritiker, ging seinen eigenen Weg und ist einer der erfolgreichsten Fahrer aller Zeiten.