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Driver Talk mit Mirko Bortolotti

Driver Talk mit Mirko Bortolotti

Mirko Bortolotti führt aktuell die Blancpain GT Series Gesamtwertung an. Zusammen mit seinem Teamkollegen, Christian Engelhart, gab es für den Austro-Italiener bisher 138 Punkte. Damit hat das Duo einen Vorsprung von 22 Zählern. Style & Race traf den Lamborghini Werksfahrer am Nürburgring, wo die letzten zwei Runden des Sprint-Wettkampfs stattfanden, bevor es in Barcelona um den Titel geht.

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Mirko, das nächste Rennwochenende ist entscheidend im Cup. Haben das Team und du eine besondere Strategie, um den Sieg heimzufahren?

Ich würde nicht sagen, dass wir eine besondere Strategie haben. Man kann in der Blancpain GT Series nicht vorausplanen, da das Niveau der Fahrer und Teams extrem hoch ist. Wir können uns nur auf uns selbst konzentrieren und versuchen, das Maximale aus unserem Paket herauszuholen. Wir werden unser Bestes geben, so wenige Fehler wie möglich zu machen und so viele Punkte wie es nur geht mitzunehmen, denn das ist das Wichtigste.

 

Du startest sowohl in der Sprint- als auch in der Endurance-Wertung. In welcher der beiden Kategorien fühlst du dich eigentlich wohler?

Ich fühle mich in beiden sehr wohl. Im Sprintrennen wird weniger taktiert und aggressiver ans Werk gegangen. Man hat weniger Zeit, um nach vorne zu kommen. In der Endurance gewinnt man kein Rennen in der ersten Kurve, man hat eine längere Distanz, um den Verlauf mitzubestimmen. In den vergangenen Jahren war ich jedoch mehr in den Langstreckenrennen vertreten und damit auch sehr erfolgreich. Daher bin ich ein großer Fan! Die Kombination aus beiden Kategorien in einer Meisterschaft wie der Blancpain GT Series ist extrem faszinierend und spannend. Der Mix macht es aus!

 

Neben der Blancpain GT Series bestreitest du außerdem die ADAC GT Masters. Wo liegt für dich der größte Unterschied bzw. welches Potential siehst du in den zwei Veranstaltungen?

ADAC GT Masters ist eine sehr wichtige Meisterschaft für uns und für Lamborghini generell, weil der deutsche Markt in der Automobilbranche durchaus fokussiert wird. Ich bin froh, dieses Jahr auch full time in der GT Masters am Start zu sein. Man muss klar sagen, dass wir hier von zwei top Veranstaltungen im GT Sport sprechen! Die beiden Serien sind vergleichbar, was das Niveau betrifft. Viele Fahrer und Teams bestreiten sowohl die ADAC GT Masters als auch die Blancpain GT Series.  Der größte Unterschied liegt in der Beheizung der Reifen. In der Blancpain können wir damit arbeiten und in der GT Masters nicht. Abgesehen davon weicht die BoP auch ein wenig ab, was auch zur einen oder anderen Überraschung führen kann.

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Anfangs hat man dich im Single Seater unter anderem für Formel 1 Rennställe wie Ferrari, Toro Rosso, Williams F1 und Red Bull gesehen. Nun bist du im Touren- und Sportwagen zu Hause. Wo fühlst du dich wohler? Wird es noch einmal ein Comeback im Formelfahrzeug geben?

Ich schließe grundsätzlich nie etwas aus im Leben. Ich war jahrelang im Formelsport unterwegs und konnte den einen oder anderen Titel mitnehmen. Ich hatte das Glück, extrem viel Erfahrung in verschiedenen Fahrzeugtypen sammeln zu können und das gibt mir nun auch die Möglichkeit, erfolgreich im GT Sport unterwegs zu sein. Grundsätzlich konzentriere ich mich jetzt voll und ganz auf die Zusammenarbeit mit Lamborghini, schließe ein eventuelles Comeback aber trotzdem nicht aus, sollte sich eine Parallele ergeben.

 

Wo siehst du deine Zukunft im Rennsport? Gibt es ein Rennen, welches du unbedingt bestreiten möchtest?

Ich sehe momentan meine Zukunft bei Lamborghini, da ich einen längerfristigen Vertrag mit dem Werk habe. Ich bin sehr zufrieden und fühle mich sehr wohl, da unsere Pläne gut zusammenpassen. Ich bin glücklich und motiviert, den Weg zusammen mit Lamborghini zu gehen.

Ein Rennen, das ich bisher noch nicht bestritten habe und an dem ich gerne an den Start gehen würde, ist das 24h von Le Mans. Die IMSA Serie in den USA fasziniert mich auch sehr und könnte ich mir für die Zukunft durchaus vorstellen.

 



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